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Organic cotton, fair-trade, permaculture and sustainable Rice Intensification System – Fallbeispiele innovativer Landwirtschaft 13. Juni 2015

Wochenendseminar für Studierende.
Dank der Kooperation mit dem Career Service können für die Teilnahme am Seminar 2 ECTS Punkte Erworben werden.

Genug von theoretischen, abstrakten Debatten und Lust auf Entdecken?
In diesem Seminar nehme ich euch mit auf eine Reise zu Projekten der nachhaltigen Landwirtschaft. Mit meinem gesammelten Filmmaterial werde ich euch Menschen und ihre Projekte vorstellen aus Kirgistan, Java und Bali. Vor allem Bauern werden zu Wort kommen, die aus ihrer alltäglichen Lebensrealität erzählen.

Der erste Tag unserer Reise.

Satarbek lächelt besonnen als er uns einen Eimer voll Gemüse überreicht. Er war kreuz und quer durch seinen Garten gehuscht. „Alles Bio“ grinst er stolz. Er ist Mitglied in einer ökologischen Baumwollkooperative in Kirgistan.

Daniela öffnet ihre Wohnungstür da stolpern wir schon über die ersten Kartons der neuen Kollektion. „Kommt rein.“ Ihre Wohnung ist ihr Atelier. Hier entwirft sie die Mode für ihr eigenes Label die nur faire und ökologische Baumwolle verwenden.

War die Textilindustrie einst der Motor der Globalisierung erzählen diese Geschichten von Menschen die neue Wege für eine globale Gerechtigkeit gehen wollen.
Was ist ihre Motivation? Wie sieht ihre Alternative aus?

In diesem Seminar werden wir einen Blick hinter die Kulissen der Modebranche werfen und uns mit den Schattenseiten des Baumwollanbaus auseinandersetzen. Die Reise wird uns unter anderem nach Usbekistan, Indien der USA, Mali und Tansania führen. Ist ökologischer Baumwollanbau eine Alternative? Dafür werden wir eine kirgisische Biobaumwollkooperative unter die Lupe nehmen. Um uns dann zum Abschluss mit der vielfältigen alternativen Modeszene auseinanderzusetzen und den verschiedenen Dimensionen des Engagements für eine nachhaltige Gestaltung von Mode.

Der zweite Tage der Reise:

„Erst bekommt man Kopfschmerzen, dann muss man brechen und schließlich wird man ganz schwach und dann ist es vorbei.“ Dewa ein balinesischer Gemüsebauer schaut ernst aber gefasst.
„ Die Chemikalien wirken wie Gift.“

Laut schnatternd laufen Schwärme von Enten durch das Reisfeld und schnappen Würmer aus dem Wasser, die schädlich für die Reispflanzen sind. Ihre Exkremente dienen der Düngung der Reispflanzen. Eine traditionelle Symbiose.

Unser zweiter Tag wird uns nach Indonesien führen auf die Reisfelder und Kaffeeplantagen, zu einer fairtrade Kooperative, permaculture Farmen, zu integrated-waste-water-systems in Touristenzentren und zu Bambusaufforstungen in Vulkangegenden. Inseln voller innovativer Ideen.
Doch auch eine Nation, die vor der akuten Herausforderung steht Lösungen zu finden um einer Ernährungskrise vorzubeugen. Zwischen Landabwanderung, Marktwirtschaft, Ertragssteigerung und den Folgen der grünen Revolution. Auf Grundlage von Dorfbeispielen werden wir uns mit den komplexen Interdependenzen der Einführung der industrialisierten Landwirtschaft auseinandersetzen. Und dann vor diesem Hintergrund das Potential der vorgestellten Projekte diskutieren.
schließlich werden wir wieder in Tübingen ankommen und uns Ideen aus der regionalen Landwirtschaft anschauen.
Ich freue mich auf eine spannende Reise mit euch.

Datum: 13.6.2015 und 14.6.2015

Ort:
Das Seminar wird im Tanzsaal des Erziehungswissenschaftlichen Instituts, Münzgasse 11(das ist das alte Gebäude neben der Stiftskirche gegenüber vom Blauen Salon ) stattfinden. Lageplan:
http://www.erziehungswissenschaft.uni-tuebingen.de/institut/lageplaene.html

Zeit:
Samstag, 13.06.2015: 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag, 14.06.2015: 10:30 Uhr bis nachmittags

Anmeldung an:

lilian-marleen.beck@student.uni-tuebingen.de
wenn ihr Studenten seid bitte mit Matrikelnummer