Ruanda – RYEO

Rwandan Youth Empowerment Organization (RYEO)

(früher: Abandoned Youth Empowerment Project (AYEP))

Hier gelangst Du direkt zur Homepage von RYEO.

Das Problem:

Ein Teil der Kinder des RYEO-Projekts

Ruanda ist ein Land, das noch immer unter den Folgen des brutalen Genozids leidet. Nicht wenige Kinder haben ihre Eltern verloren oder können aufgrund der großen Armut nicht von ihren Familien versorgt werden. Sie fallen durch sämtliche soziale Netze und haben nur eine Möglichkeit: das Leben auf der Straße. Dort kämpfen sie als Waisen ohne jegliche Hilfe durch Staat oder öffentliche Strukturen in den größeren Städten um ihr Überleben. Sie müssen nicht nur ihre Nahrung erbetteln, sondern geraten auch häufig mit der Polizei in Konflikt, die sie nicht in der Stadt dulden will.

Die Idee:

Christopher Rusatira, ein Medizinstudent aus Ruanda, hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Kindern in Butare im Süden Ruandas ein wenig Hoffnung zu geben. Anfangs trafen er und sein Team sich einmal wöchentlich mit den Kindern, um zunächst ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen später Unterricht in wichtigen Dingen wie Gesundheitsaufklärung, Hygiene und Ernährung zu geben. Zusätzlich waren er und sein Team Ansprechpartner bei Problemen der Kinder und versuchten, sie nach Möglichkeit mit medizinischer Versorgung, Nahrung und Kleidung zu unterstützen. Seit Februar 2011 hat es Christopher mit seinen Kollegen geschafft, ein Haus zu mieten, in dem momentan acht Kinder fest leben. Das Haus ist spärlich eingerichtet, es gibt noch keine Betreuungsperson bzw. regelmäßige Schulbesuche für die Kinder, aber der Anfang ist gemacht! Die wöchentlichen Unterrichtseinheiten finden weiterhin statt und zu ihnen sind auch alle Kinder eingeladen, die auf Grund des Platzmangels und verschiedentlicher Probleme im Moment noch nicht im Haus leben können.

Die Ziele:

Das Haus des RYEO-Projekts

Für die Zukunft sind die Ausstattung des Hauses und das Anlegen eines Obst- und Gemüsefeldes geplant, so dass sich für die Kinder zu den nun 50 kg Reis, die sie pro Monat gestellt bekommen, zusätzlich verschiedene Nahrungsquellen erschließen.

Außerdem sind regelmäßige Kurse im Haus geplant. Dabei sollen die Kinder handwerkliche Fähigkeiten erlernen, um zunächst das Projekt selbst tragen und später einen Beruf ausüben zu können.

Zusätzlich sollen die Kinder an Ausbildungsstellen vermittelt werden, was bei drei der Kinder und Jugendlichen bereits erfolgreich erreicht wurde: Sie sind gerade dabei, die Ausbildung zu Motorradmechanikern zu absolvieren. Auch ein regelmäßiger Schulbesuch, der sich für die Kinder nicht ganz einfach gestalten wird, gehört zu den längerfristig angestrebten Zielen von RYEO. Dabei soll auch eine psychologische Betreuung der zum Teil schwer traumatisierten und drogenabhängigen Kinder helfen und ermöglichen, dass sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können.

In Workshops sollen den Kindern bzw. Jugendlichen Kenntnisse in verschiedenen Bereichen (soziale Kompetenz, englisch, Handarbeit etc.) vermittelt werden.  Das Projekt möchte Jugendlichen helfen eine Ausbildungsstelle zu finden und jüngeren Kindern die Möglichkeit geben (wieder) zur Schule zu gehen.

Durch zusammen verbrachte Zeit und gemeinsame Aktivitäten soll das Gemeinschaftsgefühl der Kinder gestärkt und ihnen gezeigt werden, dass es auch noch andere Wege als das Betteln auf der Straße gibt.

Um das Projekt vielschichtiger zu machen und Ideen von mehreren Seiten zu bekommen, soll ihm ein Austauschprogramm für internationale Medizinstudenten angeschlossen werden. Die Volunteer-Studenten würden in dem Projekt mitarbeiten und gleichzeitig ein Praktikum/eine Famulatur im Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät Butare machen.

Die Umsetzung und der aktuelle Stand:

Nach eineinhalb Jahren konnte das Projekt schon einige der Ziele verwirklichen, so wurde beispielsweise mittlerweile ein Haus angemietet, in dem die Kinder leben und lernen können.

Desweiteren konnten Ausbildungsplätze für sechs Kinder gefunden werden, drei weitere Kinder gehen mit der Unterstützung durch die im Projekt arbeitenden Studenten wieder zur Schule.

In naher Zukunft sollen Income-Projekte mit der Zucht von Ziegen und Hasen aufgebaut werden, um dem Projekt eine gewisse Nachhaltigkeit zu geben.

Mit der Unterstützung von you-manity Tübingen und weiteren privaten Spendern aus Deutschland, Belgien und Großbritannien konnte RYEO mittlerweile so groß werden, dass eine Ausweitung des Projekts in die Hauptstadt Ruandas, Kigali, für das Jahr 2012 geplant ist. Hier soll das Hauptaugenmerk auf auf der Straße lebenden Mädchen liegen.

Hilf uns dabei, diese Kindern zu unterstützen – auch sie haben eine Chance verdient! Spende an you-manity oder mach z.B. mit bei der Aktion Kostenlos Helfen!“ .